Glossar

1c
... steht für 1 color, also einen einfarbigen Druck. Bei der Druckfarbe handelt es sich in der Regel um schwarz. Es kann jedoch eine eine Schmuckfarbe verwendet werden.

4c
... ist eine Kurzbezeichnung für 4 color, was in der Regel auf einen Vollfarbdruck hinweist. Allerdings könnte damit auch ein 4-Sonderfarben-Druck gemeint sein.

Analogdruck
Der Analogdruck ist das Gegenstück zum Digitaldruck. Kennzeichnend ist, dass der Druck über ein Zwischenmaterial erfolgt. Je nach Druckverfahren kommen unterschiedliche Zwischenmaterialien zum Einsatz.

Zu dieser Gruppe gehören unter anderen:

* Offsetdruck
* Siebdruck,
* Tampondruck,
* Flexodruck und
* Schablonendruck


Andruck
Der Andruck ist die erste Phase des eigentlichen Druckprozesses. Er schließt sich an die Druckvorstufe an. Die Einrichtarbeiten an der Druckmaschine erfordern eine Vielzahl einzelner Arbeitsschritte, die durch Probedrucke kontrolliert werden. Das betrifft besonders Passer und Farbmengeneinstellung. Die Papierbögen, die während dieser Probedruck-Phase bedruckt werden, aber auch die Probedruck-Phase selbst, werden als Andruck bezeichnet.

Die Auftraggeber/der Aufraggeber hat in dieser Phase der Produktion die letzte Möglichkeit korrigierend einzugreifen. Je nach Druckverfahren sind die Eingriffsmöglichkeiten jedoch mehr oder weniger gering - größere Korrektur-Erfordernisse müssen hier zwangsläufig zum Abbruch der Produktion führen und zur Ausführung in die Druckvorstufe zurückgegeben werden.

Da, besonders bei sehr kleinen Auflagen, der größte Kostenanteil wärend dieser Phase anfällt, wird heute fast immer der Andruckersatz gewählt, wenn es darum geht, das Druckergebnis vor dem endgütigen Auflagendruck zu beurteilen und unter Umständen hohe Kosten durch einen erneuten Druck zu vermeiden.

Im Anschluss an den Andruck folgt der Auflagendruck.

Andruckersatz
Als Andruckersatz bezeichnet man einen Probeabzug/Probedruck, der vor Beginn der Druckarbeiten erstellt wird, um die Richtigkeit der Satzdatei kontrollieren zu können. Dies betrifft die durchgeführten Satzarbeiten aber auch die Farbgebung.

Je nach Fortschritt der Satzarbeiten stehen unterschiedliche Andrucksysteme zur Verfügung:

* Digital-Proof
* Chromalin

Bei sehr hochwertigen Druckerzeugnissen (z.B. Kunstdrucken) ist der Andruckersatz kein Ersatz für den richtigen Andruck!

Anschnitt
Ein Motiv, das unmittelbar am Papierrand liegt (zum Beispiel ein Foto), muss bei der Druckvorlagenherstellung so angelegt werden, dass es den Papierrand um etwa 2 - 3 mm Millimeter überragt.

Im professionellen Druck wird auf Bögen gedruckt, die größer sind als das Endformat. Das genaue Format des Druckerzeugnisses wird erst nach dem Druck - durch Beschneiden - erreicht. Das Schneidemesser läuft hierbei durch das Druckbild - es wird angeschnitten.

Diese Vorgehensweise ist erforderlich, um kleine Ungenauigkeiten (bereits Abweichungen, die nur Millimeterbruchteile betragen, fallen als sogenannte Blitzer unangenehm auf) bei Anlage, Montage, Druck oder Schneiden auszugleichen.

Aufsichtsvorlage
So, wie Sie zum Fotokopieren ein Original verwenden müssen, benötigt auch Ihre Druckerei ein Original, um drucken zu können. Dieses Original kann in Papierform vorliegen, wie beim Fotokopieren, und wird dann als Aufsichtsvorlage bezeichnet.

Das Gegenstück zur Aufsichtsvorlage ist die Durchsichtsvorlage, die gebräuchlicher als Film bezeichnet wird.

Auflage
Menge, die produziert wird / werden soll. 

Auszeichnungsfarbe
Siehe Schmuckfarbe

Bedruckstoff
Als Bedruckstoff wird das zu bedruckende Material (Papier, Folie etc.) bezeichnet.

Beschnitt
... ist das Zuschneiden des Druckbogens auf das gewünschte Endformat.

Blitzer
Blitzer sind kleine, durch Fertigungstoleranzen entstandene, Stellen auf dem fertigen Druckerzeugnis, an denen keine Farbe ist, eigentlich aber welche sein sollte.
Diese Fehlerstellen sind in der Regel nur einen Bruchteil eines Millimeters groß, fallen aber trotz ihrer geringen Größe meist sofort auf, weil das Papier durch die Farbe "blitzt".

Fehler dieser Art, die in den meisten Fällen auf unsachgemäße Druckvorlagenherstellung zurückzuführen sind, lassen sich durch Überfüllen vermeiden

CMYK
... ist die Abkürzung für "Cyan, Magenta, Yellow, Black" (Cyan, Magent, Gelb, Schwarz = CMGS) und steht für die Farben, die im Vollfarbdruck zum Einsatz kommen. Siehe auch Vollfarbdruck.
Wichtig zu wissen ist, dass für die Darstellung am Monitor ein anderes Farbsystem verwendet wird, nämlich RGB.

Chromalin
Ein Andruckersatz, der von den fertigen Filmen durch Kontaktkopie gefertigt wird. Der teuerste Andruckersatz, der aber dem späteren Offsetdruck am nächsten kommt. Er kommt jedoch immer mehr aus der Mode, weil durch den Wandel der Technik (Direktbebilderung) meist keine Filme mehr benötigt werden - ein Chromalin also gar nicht mehr möglich ist.

Digitaldruck
Als Digitaldruck werden Druckverfahren und -erzeugnisse bezeichnet, bei denen der Druck unmittelbar aus einem Datenbestand eines Computers erfolgt. Die Daten werden digital an das Ausgabegerät übertragen, welches dann ohne weitere Zwischenstufe für die Bebilderung des Bedruckstoffes sorgt.

Grundsätzlich kann man also bereits jeden PC-Drucker als Digitaldrucker bezeichnen, sofern er in der Lage ist grafische Daten zu verarbeiten, was heute allerdings bei nahezu allen Druckern der Fall ist. In der Regel handelt es sich bei den Maschinen, die in der Digitaldrucktechnik eingesetzt werden, um Systeme, die auf der Basis von Farbkopiergeräten (Tonersysteme) oder Tintendruckern arbeiten. Aber auch andere System gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Allgemein ist die erreichbare Qualität im Digitaldruck (heute noch) schlechter und die Kosten sind ab einer gewissen Auflage (deren Höhe von der eingesetzten Technik abhängt), durch niedrige Produktionsgeschwindigkeit und hohe Stückkosten, höher als beim Offsetdruck.

Digitalproof
Eine preisgünstige Möglichkeit, das teure Andrucken zu ersetzen, stellt das digitale "proofen" dar.
Die groben Erstbeurteilungen können anhand von Ausdrucken auf Farb-Tintenstrahldruckern gemacht werden, auch wenn die Abbildungsqualität nicht annähernd das Druckergebnis erreichen wird.
Deutlich besser wird das Ergebnis auf einem Farbkopiersystem, von denen Geräte der Spitzenklasse schon heute als Proofsystem eingesetzt werden.
Das Ergebnis ist ausreichend, wenn später digital gedruckt werden soll.

Daneben gibt es noch weitere Systeme, die auf Basis von Tintenstrahl-, Sublimations- oder Laserdrucksystemen arbeiten.

Druckbogen
Als Druckbogen, wird der Materialbogen bezeichnet, der bedruckt wird. Dieser ist im Offsetdruck immer größer als das Endformat. Er kann sogar ein vielfaches davon betragen, wenn im Mehrfachnnutzen produziert wird.

Druckvorlage
Als Druckvorlage wird das Original bezeichnet, das von Ihrer Druckerei zur Vervielfältigung benötigt wird. Je nach gewünschter Drucktechnik handelt es sich bei der Form des Originals um einen

* Film (-> Offsetdruck, Siebdruck, Flexodruck und andere)
* eine Aufsichtsvorlage (-> Schnelldruck)
* eine Satzdatei Digitaldruck

Liegt eine entsprechende Druckvorlage nicht vor, muss sie von der Druckerei oder einer Lithoanstalt aus dem vorhandenen Material erzeugt werden.

Die Erstellung der Druckvorlagen geschieht heute fast immer am PC. Aus den erstellten Dateien lassen sich die benötigten Druckvorlagen erzeugen.

Druckvorstufe
Unter dem Begriff Druckvorstufe werden die erforderlichen Arbeiten vor dem Druck zusammengefasst. Diese Arbeiten sind unter Umständen von dem gewählten Druckverfahren abhängig, umfassen aber in der Regel zumindest Satz und Montage.

Echtfarbendruck
Anders als beim Vollfarbdruck liegt beim Echtfarbendruck die Druckfarbe in angemischter Form vor. Wenn ein Grünton benötigt wird, wird auch grüne Farbe verdruckt - Farbe, die es im Vollfarbdruck gar nicht gibt. Die Auswahl bei diesen Farbtönen ist naturgemäß eingeschränkt und richtet sich nach der verfügbaren Farbskala. Allerdings ist hier auch das Anmischen von Sonderfarben möglich. So können Farben zum Einsatz kommen, die im Vollfarbdruck nicht simuliert werden können.

Farbauszug
Anzeige / Ausgabe aller Objekte, die in einer bestimmten Farbe gedruckt werden. Alle anderen Farben werden nicht angezeigt/ausgegeben. Zum Beispiel die Bebilderung der Druckplatte erfolgt mit einem Farbauszug. Für jede Druckfarbe ist ein eigener Farbauszug erforderlich.

Farbraum
Als Farbraum bezeichnet man die Gesamtheit der darstellbaren Farben in einem Farbsystem.

Farbskala
Als Farbskala wird eine Zusammenstellung verfügbarer Echtfarben bezeichnet. Im Druckbereich ist hier als erstes die HKS-Skala zu nennen, die sich in Deutschland durchgesetzt hat. Durch den PC ist die amerikanische Pantone-Skala auch nach Europa gekommen, die eine deutlich größere Farbauswahl zur Verfügung stellt. Beide Skalen sind für unterschiedliche Bedruckstoffe verfügbar. Die Farbmischung wird dadurch auf die verschiedenen Eigenschaften unterschiedlicher Bedruckstoffe abgestimmt. Für andere Industriebereiche sind weitere Skalen verfügbar (z.B. RAL).

Farbsystem
Die farbige Ausgabe auf unterschiedlichen Geräten erfordert die Verwendung unterschiedlicher Farbsysteme. Vereinfacht muss hier unterschieden werden, ob die Farbdarstellung mittels Licht erfolgt oder nicht. Bei Monitorsystemen, also Geräten die Farben mittels Licht darstellen, erfolgt die Farbdarstellung im RGB-Modus. Schwarz wird hier durch den unbeleuchteten Bildpunkt "erzeugt". Im Druck liegt jedoch ein weißes Papier vor, was sowohl auf die Darstellung der Farben als auch auf Schwarz einen wesentlichen Einfluss hat. Daher kommen hier drei andere Farben als Grundfarben zum Einsatz und schwarz kommt als vierte Farbe hinzu (CMYK).

Durch die unterschiedlichen Grundfarben ergeben sich unterschiedliche Farbräume.

Weitere Farbsysteme nehmen noch andere Kennzahlen in die Definition auf, z.B. die Intensität.

HKS
In Deutschland weit verbreitete Farbskala für den Echtfarbendruck.

Pantone
Farbskala aus dem amerikanischen Raum, die auch in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auf Grund des großen Umfanges dieser Skala sind die Farben jedoch in den meisten Fällen Sonderfarben.

Sammeldruck
Um preisgünstige Standart-Drucksachen zu ermöglichen, werden viele gleichartige Druckaufträge gesammelt und zusammen gedruckt. So verteilen sich die relativ hohen Rüstkosten für den Offsetdruck auf viele Aufträge. Die Produktionskosten für einen Auftrag werden dadurch deutlicher günstiger und ermöglichen einen preisgünstigen Verkauf.

Skalenfarbe
Grundfarbe für den Druck, bei dem die Farbtöne durch eine optische Täuschung simuliert werden. Siehe auch Vollfarbdruck.

Schmuckfarbe
Eine Farbe, die in fertig angemischter Form verdruckt wird.
Schmuckfarben kommen in der Regel dann zum Einsatz, wenn Farbtöne exakt gehalten werden müssen oder sich in CMYK gar nicht darstellen lassen. Dies ist zum Beispiel bei metallischen Farben der Fall, weil ihnen der teypisch metallische Glanz fehlt. Siehe auch Echtfarbendruck

Sonderfarbe
Farbton (Skalenfarbe), der nicht zum Standartprogramm der Druckerei gehört. Wird in der Regel mit Aufschlag berechnet.

Vollfarbdruck
Als Vollfarbdruck wird der Druck mit vier Grundfarben (CMYK) bezeichnet. Die meisten farbigen Druckerzeugnisse werden in diesem Farbsystem erstellt. Jeder gewünschte Farbton wird durch eine optische Täuchung erzielt, bei der nebeneinander liegende Punkte unterschiedlicher Farbe für das Auge zu einer neuen Farbe verschmelzen. Durch eine Lupe betrachtet, kann man die einzelnen Punkte gut erkennen.

 
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